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Werterhalt durch den richtigen Einsatz der Reinigungschemie

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Von einem Sanitärbereich wie in der Kaiserlodge Scheffau (siehe Titelbild) träumt jeder Gast. Das Geheimnis des Reinigungserfolgs im Tiroler Apartmenthotel ist der richtige Einsatz der Reinigungschemie. Die Beratung durch die HOGAST-Verbrauchsgüterabteilung und kompetente Lieferpartner führt beim HOGAST-Mitglied zu hervorragenden Ergebnissen. Leider wird diese Beratung nicht jedem Tourismusbetrieb zum Teil. Auch die Armaturen sehen oft ganz anders aus. Aber warum ist das so?

Ein kurzer Ausflug in die Welt der Physik: Wie von Geisterhand zerspringt eine Kunststoffabdeckung oder die Halterung der Brause – ohne Einwirkung jeglicher Gewalt. Das Rätsel lässt sich lösen, so man den Zusammenhang von Reinigungsmitteln und der sogenannten „umgebungsbedingten Spannungsrissbildung“ kennt.

Kunststoffe können sich nämlich, wenn sie unter mechanischer Spannung stehen und zusätzlich flüssige oder auch gasförmige Stoffe auf sie einwirken, völlig anders verhalten als Kunststoffe, die nicht unter Spannung stehen. Flüssigkeiten wie z. B. Reinigungsmittel können Kunststoffe unter Spannung daher schädigen und zu Rissbildungen und Brüchen bis zum totalen Materialversagen führen. Auch auf den ersten Blick völlig harmlose Mittel wie Duschgel und Handseife können bei ungeeigneter Zusammensetzung Spannungsrisse bei Kunststoffen hervorrufen. Dagegen sind die gleichen Substanzen bei den gleichen Materialien ohne mechanische Spannung völlig harmlos.

Besondere Vorsicht bei Sanitärarmaturen

Es gibt verschiedene Arten der Spannung (innere Spannung, Zugspannung, Biegespannung usw.), wobei Spannungsrisse bei Kunststoffen vermutlich dort am häufigsten auftreten, wo diese verschraubt oder verklebt sind. Ein Paradebeispiel hierfür sind Sanitärarmaturen, die heutzutage überwiegend aus Kunststoffen bestehen und mit galvanischen Metallüberzügen (z. B. Chrom) versehen sind.

Ob Duschkopf, Duschkopfhalter, Seifenschalen, Handtuchhalter o. Ä., meist sind diese Armaturen durch Verschraubungen verbunden oder an der Wand befestigt. Dadurch kommt es zu mechanischer Spannung im Kunststoffmaterial. Laut Statistik werden ca. 25 Prozent aller Schäden und Materialversagen bei Kunststoffen durch die umgebungsbedingte Spannungsrissbildung verursacht – ein durchaus relevanter Wert für den Hotelier.

Maximale Sicherheit für die Kunden

Um solche Schädigungen zu vermeiden, werden in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen führender Reinigungsmittelhersteller alle Reiniger, die für Sanitärarmaturen oder Anwendungen auf Kunststoffen gedacht sind, im Labor auf umgebungsbedingte Spannungsrissbildung bei Kunststoffen getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Hierfür gibt es eigene Normen und Prüfvorschriften. Dadurch wird für den Kunden eine maximale Produktsicherheit gewährleistet. In Zusammenarbeit mit namhaften Herstellern von Sanitärarmaturen wurden auch offizielle Reinigungsempfehlungen erarbeitet, wodurch Schädigungen durch Reinigungsmittel bei korrekter Anwendung praktisch ausgeschlossen werden können.

So viel zum technischen Background. Zusammengefasst: Ärger mit beschädigten Armaturen sind vermeidbar, wenn die zu reinigende Oberfläche und die Anwendung von Chemie im Einklang stehen. Unsere HOGAST-Partner bieten Ihnen zu diesem Thema kostenlose Mitarbeiterschulungen vor Ort an.

Wertvolle Tipps in der hollu-Akademie

Bestes Beispiel: Unter dem Motto „Wertvolles Know-how aus der Praxis für die Praxis“ hat die Firma hollu im Jahr 2017 die hollu-Akademie ins Leben gerufen, ein Schulungsprogramm speziell für die Hotellerie. Wer seine Kompetenz rund um Reinigung und Hygiene nachhaltig ausbauen und auf den neuesten Wissensstand bringen möchte, erhält in der hollu-Akademie das nötige Experten-Know-how.

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Pflegetipps von Hans-Peter Schuls, Leiter Qualitätslabor bei der Hansgrohe AG:

  • Robuste Reinigungsmethoden und aggressive Reiniger können nicht nur die Oberflächen beschädigen, sondern auch das Innere der Produkte angreifen.
  • Vermeiden Sie Fehler beim Kampf gegen Kalk und Verschmutzungen. Wenn es durch unsachgemäße Behandlung zu Schäden kommt, sind diese von der Gewährleistung ausgeschlossen.
  • Sprühreiniger nie direkt auf Armaturen oder Brausen aufsprühen. Sprühen Sie Reiniger stattdessen auf ein weiches Tuch und wischen Sie damit die Oberfläche ab.
  • Spülen Sie Armaturen und Brausen nach der Reinigung gründlich mit klarem Wasser ab.
  • Verwenden Sie keine Reiniger, die Salzsäure, Ameisensäure, Chlorbleichlauge oder Essigsäure enthalten, da diese zu erheblichen Schäden führen können.

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Mehr zum Thema:
http://tinyurl.com/Reinigungskonzept

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IHRE HOGAST-EXPERTIN:

Caroline Kogler
Bereichsleiterin Verbrauchsgüter
T: +43 (0)6246 8963 201
kogler@hogast.at

 

Titelbild: Kaiserlodge Scheffau/Günther Standl
29. Dezember 2017
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