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Brückenwirt: Das Dorfwirtshaus im Jahr 2021

Spektrum

Jede Dorfgemeinschaft braucht ihren Wirt. Einen Ort, an dem man sich trifft und bei einem Feierabend-Bier austauscht. Der Brückenwirt im Halleiner Stadtteil Rif ist ein solcher Ort – schon seit 150 Jahren. Christoph Plauner und Johanna Rieger setzen die Tradition fort. Trotzdem hat das junge Besitzerpaar seinem Haus zu Beginn dieses Jahres einen neuen, moderneren Anstrich verpasst.

Ein Blick in den Lebenslauf von Christoph Plauner verrät: Dieser Mann macht keine halben Sachen. Bevor er sich entschloss, das Wirtshaus mit rund 200 Sitzplätzen und 32 Gästezimmern zu übernehmen, war er schon in jungen Jahren Geschäftsführer in einem Möbelhaus. Johanna besuchte die Hotelfachschule in Kleßheim und stieg danach in den elterlichen Betrieb ein. Ein Jahr nach der Übernahme durch die beiden stand, Corona hin oder her, das große Bauprojekt an.

MODERNE INFRASTRUKTUR

Für uns war die Frage: Wie sieht ein Gasthaus im Jahr 2021 aus, und was muss es bieten?“, sagt Plauner. Damit meinte man neben dem Nutzen für die Gäste auch die Infrastruktur. Sepp Rainer vom Generalunternehmer Hand-in-Hand-Werker koordinierte unter anderem den Neubau des Restaurants samt Sanitäranlagen und Klimatisierung, die Einrichtung eines Kinderspielzimmers, die Erneuerung der Kühlhäuser plus Einbau eines nachhaltigen Wärmerückgewinnungssystems, Investitionen in Lüftung und Brandschutz sowie die Installation einer Fotovoltaikanlage.

Meist waren über 40 Handwerker gleichzeitig vor Ort; auch viele lokale Gewerke kamen zum Zug. „Der Zeitplan war recht straff, aber es ist sich am Ende doch bis Ende März ausgegangen. Wir haben mit Hilfe der HOGAST-Partner gefunden, die das Projekt sehr diszipliniert durchgezogen und auch super zusammengearbeitet haben“, freut sich Christoph Plauner über seine gelungene Bau-Premiere.

MEHR PLATZ, MEHR EFFIZIENZ

Die Innengestaltung der Gastzimmer übernahm Michael Dutzler mit seiner Firma Dutzler Design. Das Ziel des Wirts dabei: „Ich wollte einfach, dass wir mehr Platz haben und es noch gemütlicher wird. Denn auch die Erwartungen an das ‚Wirtshaus um die Ecke‘ steigen.“ Für Hochzeiten, Familien- und Firmenfeiern wurde eine dementsprechende Medientechnik installiert. Das Seidel Bier nach der Arbeit wird an der neu entstandenen Bar getrunken, während man sich am Stammtisch über das Geschehen in den Anrainer-Gemeinden Hallein, Taxach, Rif und Niederalm auf dem Laufenden halten kann.

Stilvoll und doch bodenständig: der neue Brückenwirt. – Foto: Gasthof Brückenwirt

Zusätzlich wurde an der „Effizienzschraube“ gedreht. „Speziell im Sommer, wenn der Gastgarten voll war, sind wir manchmal an die Grenzen unserer Schankanlage gekommen. Außerdem ging’s darum, dass wir die Arbeitsabläufe und Laufwege im Service optimieren. Beides ist uns gemeinsam mit Dutzler Design gelungen.“

Doch die ausführenden Firmen waren nicht auf sich allein gestellt. Johanna Rieger ist im Brückenwirt aufgewachsen, ihr Lebensgefährte war schon in jungen Jahren zu Gast und ist seit 16 Jahren mit der „Tochter des Hauses“ liiert. Beide hatten bereits eigene Ideen für die Umgestaltung, Christoph Plauner hat aus seiner früheren Tätigkeit auch viel handwerkliches, betriebswirtschaftliches und planerisches Know-how mitgebracht.

DIE AUSSENPERSPEKTIVE DER HOGAST-PROFIS

Trotzdem waren sie letztlich froh, auch HOGAST-Projektberater Thomas Kainz und den Innendienst-Bauexperten Klaus Schmitzberger an ihrer Seite zu haben. „Wir wollten, dass das Projekt jemand aus der Außenperspektive begleitet. Außerdem arbeiten bei der HOGAST Spezialisten, die solche Großbaustellen nicht nur alle paar Jahre erleben, sondern sehr oft, und deshalb genau wissen, worauf es bei Ausschreibungen, Verträgen und auch bei der Endabnahme und Rechnungskontrolle ankommt“, betont Christoph Plauner.

Den Weg zur HOGAST-Projektberatung haben sich Plauner und Rieger erst im Oktober 2019 mit dem Beitritt zur Einkaufsgenossenschaft geebnet. „Eigentlich kurios, wenn man bedenkt, dass die
HOGAST-Zentrale nur wenige 100 Meter Luftlinie von uns entfernt ist, die Mitarbeiter oft zu uns zum Mittagessen kommen und ich einige auch persönlich sehr gut kenne. Aber Johannas Eltern waren schon in einem anderen Einkaufsverbund, deshalb hat sich das nie ergeben. Wir haben uns die HOGAST dann genau angeschaut, auch mit Mitgliedern aus unserer Gegend geredet und sind draufgekommen: Es hilft uns, da dabei zu sein“, so Christoph Plauner.

Dass man dann gleich in die Vollen ging und die Bauberatung in Anspruch genommen hat, passt zum Motto der beiden Jungunternehmer: „Wenn wir was machen, dann machen wir’s g’scheit.“ Was freilich nicht bedeutet, dass man einen finanziellen Drahtseilakt riskiert, wie Plauner erklärt: „Wir blicken positiv in die Zukunft. Wir werden wie unsere Vorgenerationen weiterhin bodenständig wirtschaften und sind uns sicher, dass die Gastronomie auch nach der Pandemie gut besucht sein wird.“

„EIN GESELLIGER MENSCH“

Die Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft des Brückenwirts stehen jedenfalls gut. Das Konzept der Gaststätte für jedermann kommt an; selbst in der Phase des Take-away-Betriebs hielten die Gäste „ihren“ Wirtsleuten die Treue. Wohl auch deshalb, weil Christoph Plauner in der Gegend ein bekanntes Gesicht und in mehreren Vereinen aktiv ist. „Ich bin Jagdleiter in Taxach – das passt gut mit meinem Beruf zusammen, weil wir das Wild, das bei uns erlegt wird, im Brückenwirt gleich verarbeiten können. Außerdem bin ich bei der Feuerwehr Niederalm und Nikolaus bei den Niederalmer Krampussen. Ich bin einfach ein geselliger Mensch und gerne unter Leuten – deshalb macht mir die Gastronomie so viel Spaß.“

UMBAU AUF SOCIAL MEDIA

Zusätzliche Gästeschichten könnten sich durch das starke Bevölkerungswachstum im Umland erschließen – und durch eine verstärkte Social-Media-Präsenz. Der Umbau war für Christoph Plauner ein willkommener Anlass, sich und sein Gasthaus verstärkt auf Facebook und Instagram zu präsentieren. „Privat bin ich eigentlich kein Fan davon“, verrät er, „aber ganz ohne geht’s halt nicht mehr. Und ich bin draufgekommen: Gerade in Zeiten des Social Distancing ist es eine gute Möglichkeit, Menschen zu erreichen.“

Plauner zeigte auf den Brückenwirt-Kanälen den gesamten Bauprozess von den Plänen bis zum fertigen Restaurant. Einige Stammgäste besuchten die Baustelle persönlich und bekamen kleine Führungen, andere machten dem Bauherrn mit positiven Kommentaren Mut. Alle waren sich einig: „Wir freuen uns schon, wenn wir im neuen Brückenwirt zu Gast sein dürfen.“ Im Mai war es so weit.

THOMAS KAINZ
HOGAST-Projektberatung
Salzburg, Tirol, Vorarlberg
M: +43 (0)664 5888145
kainz@hogast.at

Titelbild: Gasthof Brückenwirt
25. Mai 2021
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