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Das FRITZ – Flaggschiff der pannonischen Küche

Spektrum

Seit rund 35 Jahren prägt Fritz Tösch das gastronomische Angebot im burgenländischen Seewinkel entscheidend mit. Doch der Seewinkel hat auch ihn geprägt: Die pannonische Küche ist seine große Leidenschaft, die regionalen Produzenten liegen ihm besonders am Herzen. Das schmeckt man auch im „Das FRITZ“ in Weiden, seit 2017 der Vorzeigebetrieb des Familienunternehmens. Operativ sind im neuen Restaurant seine Töchter Judith und Vera federführend, die sich vor der Sommersaison noch Zeit für den plus.punkt genommen haben.

Das kulinarische Konzept des FRITZ musste Familie Tösch nicht komplett neu erfinden. Schon im bisherigen Hauptbetrieb, dem Landgasthaus am Nyikospark in Neusiedl, hat man der traditionellen pannonischen Küche einen neuen Anstrich gegeben und dafür viele Auszeichnungen eingeheimst. Das dortige Team arbeitet nun fast komplett in Weiden; am Nyikospark wird seitdem italienisch gekocht.

„Es ist alles recht schnell gegangen“, erinnert sich Judith Tösch. „Das Seerestaurant in Weiden hat einen neuen Pächter gebraucht. Fritz Pfundner, ein erfolgreicher IT-Unternehmer aus Wien, wollte investieren und ist auf der Suche nach einem Betreiber auf unsere Familie gestoßen. Wir mussten dann nicht lange überlegen, denn die Location direkt am See, so eine Chance gibt’s nicht oft.“ Dass man den bisherigen „Familien-Italiener“, das Da Capo in Neusiedl, aufgeben und die mediterrane Küche in den Nyikospark verlagern musste, schmerzt ihre Schwester Vera Mayer-Tösch zwar noch immer ein wenig: „Aber drei Lokale wären einfach zu viel gewesen. Wir hatten auch so nach der FRITZ-Eröffnung 20-Stunden-Tage, weil’s so gut angelaufen ist.“

AUFFALLEN UND EINFÜGEN

Das FRITZ fällt auf, ohne aus der schönen Umgebung hervorzustechen. – Foto: http://www.alexlangphoto.com

Zu diesem Anfangserfolg trug neben der Küchenkunst von Fritz Tösch wohl auch die auffällige und postkartentaugliche Architektur des neuen In-Restaurants bei. „Auffallen, ja“, korrigiert Judith Tösch, „aber viel wichtiger war uns, dass wir keinen Betonklotz ins Naturschutzgebiet stellen, sondern dass sich das Gebäude harmonisch in die Landschaft einfügt.“ Die passenden Materialien wurden in der nächsten Umgebung gefunden: Holz, Stein und vor allem Schilf, mit dem die Fassade verkleidet ist. Zum See hin öffnet sich das Lokal mit verschiebbaren Glaselementen Richtung Seeterrasse und Marina. Wer das Restaurant nicht über den Landweg besuchen will, dem stehen 26 Schiffsanlegeplätze zur Verfügung – mit dem FRITZ als Flaggschiff mittendrin.

Im sogenannten „Oberdeck“ des zweigeschossigen Gebäudes wurde ein flexibler Veranstaltungsbereich eingerichtet. Businesstreffen mit acht Teilnehmern können hier ebenso durchgeführt werden wie Seminare für 180 sowie Feiern und Kulturveranstaltungen für bis zu 260 Teilnehmer – natürlich erst, wenn es die COVID-Situation wieder zulässt. „Eine Event-Location mit modernster Technik und wunderschönem Ausblick hat bei uns in der Gegend noch gefehlt“, sagt Judith Tösch.

BELIEBTE EVENT-LOCATION

Dass das nun anders ist, hat sich rasch herumgesprochen, obwohl das FRITZ im Juli 2017 nicht mit viel Pomp, sondern heimlich, still und leise eröffnet wurde. „Wir hatten ohnehin genug Anfragen. Es wurden dann immer mehr, sodass man Feiern im Sommer schon ein Jahr im Vorhinein buchen musste. Auch jetzt ist es so, dass wir – trotz oder gerade wegen der Lockdowns – schon Anfragen für 2022 und sogar 2023 haben“, erklärt Judith, die ältere der beiden Schwestern.

Vera Mayer-Tösch freut sich auch auf die Rückkehr der Kultur ins FRITZ. „Da waren wir schon sehr gut unterwegs und hatten viele Anfragen. Namhafte Kabarettisten sind bei uns aufgetreten, aber auch Bands. Wir hatten Bälle und unser ‚Oberdeck-Fest‘ mit den Weidener Dorfmusikanten, Frühschoppen, Bieranstich und abendlicher Party.“ Wichtig sei, dass die Künstler zur Location passen. Denn das FRITZ ist ein „Gesamtkunstwerk“, in dem Kulinarik, Architektur, Lifestyle und Events eine harmonische Einheit bilden.

DAS FRITZ FÜR ALLE GÄSTE-TYPEN

Jeder Gästetyp findet hier seinen Platz … – Foto: http://www.alexlangphoto.com

Als High-Society-Treffpunkt wollen die Besitzerinnen ihr Seerestaurant keinesfalls verstanden wissen. „Wir sind überzeugt, dass wir bei uns für jedes Bedürfnis, für jeden Gast den richtigen Bereich haben“, betont Judith Tösch. „Es gibt einen legeren Lounge-Bereich, wo man mal einen Cocktail trinken kann, den Spielplatz für Familien mit Kindern, die Möglichkeit für ein romantisches Candle-Light-Dinner für Paare oder auch den Kiosk am Steg, wo jeder mit Strandoutfit vorbeischauen kann.“

Das hat sich auch bei den Einheimischen herumgesprochen, die mittlerweile ein wichtiges Zielpublikum in „ihrem“ FRITZ geworden sind. Wie überhaupt die anfängliche Skepsis, die jedem Modernisierungsprojekt am Neusiedler See entgegengebracht wird, rasch gewichen ist. „Wir haben offen kommuniziert, was wir vorhaben, und waren bei insgesamt sechs Gemeinderatssitzungen, zu denen auch die Bevölkerung eingeladen war“, berichtet Mayer-Tösch. Bis zur zweiten Corona-Welle war das Seerestaurant zudem der größte Arbeitgeber im Ort – saisonunabhängig, denn das FRITZ verzeichnet im Winter nur geringfügig geringere Umsätze als im Sommer. Weiden ist entsprechend stolz auf sein Haubenlokal und präsentiert es als gastronomisches Vorzeigeprojekt auf der Gemeinde-Homepage.

DER FAMILIENRAT WÄCHST

Dass die Pforten des FRITZ im vergangenen Winter und Frühjahr lange geschlossen blieben, tut dieser Euphorie keinen Abbruch. Im Gegenteil, einen Steinwurf entfernt soll in den nächsten Jahren auch ein Hotel entstehen – das Seerestaurant würde damit als Event-Location noch attraktiver werden. Es trifft sich also gut, dass der „Tösch’sche Familienrat“ in den vergangenen Jahren Zuwachs bekommen hat. „Mein Gatte arbeitet im Eventbereich mit, Judiths Lebensgefährte genauso wie unsere Mutter im Service. Das war natürlich kein ‚Zugangskriterium‘ zur Familie, aber es ist trotzdem schön, dass unsere Männer unsere Begeisterung für die Gastronomie teilen“, freut sich Vera Mayer-Tösch.

Auch in der Geschäftsführung sind die Aufgaben klar verteilt, wobei man sich gegenseitig auch gut vertreten kann: Vera ist die Wein-Expertin in der Familie, hat die FH für Weinmarketing und -management absolviert und ist im FRITZ somit die Herrin über die Weinkarte, die beeindruckende 400 Positionen umfasst. Judith ist ausgebildete F&B-Managerin, kümmert sich um administrative Tätigkeiten wie Lohnverrechnung, Buchhaltung und Controlling und hat somit auch am meisten Kontakt mit der HOGAST.

HOGAST „KANN“ GOURMET-KÜCHE

Durchwegs positiven Kontakt, wie sie betont: „Unser Vater war ja schon mit unseren Lokalen in Neusiedl Mitglied. Dass wir auch mit dem FRITZ dabei sein wollen, war recht schnell klar, zumal ich mit vielen Kollegen gesprochen habe, die alle sehr gute Erfahrungen mit dem gemeinsamen Einkauf in der HOGAST gemacht haben. Mittlerweile kann ich sagen, dass die HOGAST mit ihren Partnern auch die gehobene Küche wie bei uns ausgezeichnet beliefern kann.“

Fritz Tösch hat zwar zwei weitere Küchenchefs, insgesamt 15 ausgebildete Köche und ein 45-köpfiges Team an seiner Seite, ganz zur Ruhe setzen will er sich aber noch lange nicht: „Wir bieten unseren Gästen viel Abwechslung, vom Frühstücksbuffet über Mittagsmenüs bis zum À-la-carte-Dinner am Abend.“ Es gehe ihm nicht darum, die pannonische Küche neu zu erfinden, „aber mit kreativen Geschmackskombinationen und neuen Garmethoden neu zu interpretieren.“

REGIONALE KULINARISCHE SCHÄTZE

Der Fisch kommt aus dem Neusiedlersee direkt auf den FRITZ-Teller. – Foto: http://www.alexlangphoto.com

Die Speisekarte ändert sich alle fünf bis sechs Wochen, je nachdem, welche Produkte gerade am Markt sind, schließlich will man den Gästen so viel Abwechslung wie möglich bieten. Ein paar Fixstarter gibt es aber doch, so Fritz Tösch: „Unsere Fischsuppe mit frischem Fisch aus dem Neusiedler See ist sehr beliebt, das Spanferkel-Bratl oder auch die Cremeschnitte aus unserer eigenen Patisserie.“

Schon hier wird deutlich: Familie Tösch hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Schätzen aus der Region eine (See-)Bühne zu bieten. Davon gibt es eine ganze Menge, wie Judith Tösch ausführt: „Der Neusiedler See ist berühmt für seinen Zander, es gibt aber auch ein reiches Wels- und Hechtvorkommen. Im Seewinkel wird schwarzer und roter Reis und seit Kurzem auch Ingwer angebaut. Es gibt das Mangalitza-Schwein und auch Wild, aus dem man im Herbst ein feines Wildgulasch machen kann. Und natürlich sind wir weltberühmt für unsere Weine.“ Das schlägt sich auch bei der Lieferanten-Auswahl nieder – Regionalität ist im FRITZ weit mehr als ein Schlagwort.

DIE SEGEL SIND GESETZT

Das FRITZ steuert also auf rosige Zeiten zu … nach Corona. Wobei, trotz Pandemie wurde der Weidener Gourmettempel auch im Sommer 2020 förmlich überrannt. „Die Menschen konnten nicht ins Ausland, was sollten sie also tun? Unsere Region ist aus allen Nähten geplatzt“, erinnert sich Vera Mayer-Tösch. „Bei uns mussten wir den Besucherzustrom irgendwann sogar einschränken, schließlich haben wir eine Verantwortung unseren Gästen gegenüber.“

Diese Verantwortung will man auch in der kommenden Sommersaison wahrnehmen. „Wir haben in ein Fiebermess- und ein Maskencheckgerät investiert, natürlich stehen überall Desinfektionsspender, die Tische sind so angeordnet, dass alle Abstandsregeln eingehalten werden, und rund um die Bar haben wir jetzt große Plexiglasscheiben. Alles, was in unser Macht steht, um den Gästen einen sicheren Aufenthalt zu ermöglichen, haben wir also getan“, sagt Judith Tösch. Mit anderen Worten: Die Segel Richtung Sommersaison 2021 sind gesetzt.

Titelbild: Franz Neumayr
25. Mai 2021
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