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Markus Tipotsch: „Die Vorliebe für Zahlen ist kein Nachteil“

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Markus Tipotsch ist seit wenigen Monaten Aufsichtsratsvorsitzender der HOGAST, seine Geschichte in der Genossenschaft ist aber wesentlich länger. Im plus.punkt-Interview wirft der 47-Jährige einen Blick zurück. Und er legt dar, warum zwei seiner Fähigkeiten an der Spitze der HOGAST besonders wichtig sein werden: Zeitmanagement und Zahlenaffinität.

HERR TIPOTSCH, DIE MEISTEN KOLLEGEN KENNEN SIE SICHER. ABER TROTZDEM, WAS SOLLTE MAN ÜBER SIE WISSEN?

Markus Tipotsch: Zunächst gibt es natürlich die biografischen Dinge, dass ich aus dem Zillertal komme, verheiratet bin und zwei Kinder habe, die beide dabei sind, eine Laufbahn im Tourismus einzuschlagen. Interessant ist aber vielleicht auch, dass wir mit unserem Hotel Neuhintertux ein klassischer Familienbetrieb sind. Meine Großeltern und Eltern haben das Haus aufgebaut, mittlerweile führen mein Bruder und ich die Geschäfte. Ich kümmere mich im Betrieb seit 25 Jahren um alles, was mit der HOGAST zu tun hat. Mitglied sind wir schon seit 1984 – unser erster Einkaufsberater war der spätere Vorstand Günther Obmascher.

SIE SIND ALSO QUASI MIT DER HOGAST AUFGEWACHSEN?

Stimmt. Vor 35 Jahren war ich ja noch ein Teenager. Vieles, was danach gekommen ist, habe ich aber hautnah miterlebt. Wir waren dabei, als der regionale Gruppeneinkauf eingeführt wurde, als der gemeinsame Strom-, Gas- und Öleinkauf ins Laufen gekommen ist und auch bei der Gründung von HOGAST Deutschland, HOTEL GASTRO POOL und HANDOVER. Das alles sind Gründe dafür, dass die HOGAST heute so gut dasteht. Wir hatten das Glück, als Mitglied mitzuwachsen. Bis heute ist es eine große Freude, Teil dieser Genossenschaft zu sein.

WAS DIE MITGLIEDER SICHER AUCH INTERESSIERT: SIE HABEN 2010 EIN WIRTSCHAFTSSTUDIUM ABGESCHLOSSEN,HABEN ALSO EINE VORLIEBE FÜR ZAHLEN. IST DAS EINE EIGENSCHAFT, DIE MAN IN IHRER NEUEN FUNKTION MITBRINGEN MUSS?

Wir haben als Aufsichtsrat die Budgethoheit in der HOGAST, daher ist das sicher kein Nachteil. Aber die Vorliebe für Zahlen hatte ich schon seit meiner Schulzeit in der HAK. Mein Vater hat immer gemeint, dass man rechnen können und wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen sollte, wenn man ein Unternehmen führt. Das touristische Handwerkszeug lernt man eh dadurch, dass man die Arbeit im Betrieb von klein auf erlebt und schon in jungen Jahren anfängt, mitzuhelfen. Da ich berufsbegleitend studiert habe, habe ich aber etwas anderes gelernt, das mir jetzt sicher hilft: mir meine Zeit gut einzuteilen. Denn die Weiterentwicklung der HOGAST ist eine wichtige Aufgabe, die sicher Zeit in Anspruch nehmen wird.

WAS WERDEN IHRE INHALTLICHEN SCHWERPUNKTE ALS AUFSICHTSRATSVORSITZENDER SEIN?

Generell geht es darum, Dienstleistungen und auch Wissen zu schaffen und beides an die Mitglieder weiterzugeben. Denn das ist ein großer Vorteil im täglichen Wettbewerb. Konkret geht es um die Unterstützung im administrativen Bereich, zum Beispiel bei der DSGVO, wo es mit dem Datenschutzkoordinator ja schon Unterstützung seitens der HOGAST gibt. Eine spannende Zukunftsfrage ist, wie wir als Gemeinschaft mit neuen technologischen Entwicklungen umgehen. Und natürlich wird uns das Mitarbeiter-Thema noch lange beschäftigen.

Hier ist es ein guter Ansatz, den Fokus auch auf die Arbeitgeber zu lenken und sie bei ihrer Präsentation nach außen und nach innen zu unterstützen. Im Hotel Neuhintertux haben wir erst vor Kurzem ein neues Mitarbeiterhaus gebaut und uns auch einige weitere Goodies überlegt. Ziel ist ja nicht, offene Stellen irgendwie zu besetzen, sondern die richtigen Mitarbeiter zu finden.

SIE HABEN DAMIT ALSO SCHON EINE ROLLE EINGENOMMEN, DIE SIE ALS AUFSICHTSRATSVORSITZENDER WOHL SPIELEN MÜSSEN: DIE DES VORREITERS, DER IDEEN DER HOGAST AUFNIMMT UND UMSETZT, BEVOR ES ANDERE TUN …

Ich mache das aber nicht, weil ich es muss, sondern weil die Anregungen und Dienstleistungen der HOGAST gut sind und Vorteile bringen.Wir besprechen jede neue Dienstleistung im Aufsichtsrat einige Male durch, bevor sie umgesetzt und den Betrieben angeboten wird. Wir machen uns schon im Vorfeld viele Gedanken über den Nutzen der Projekte.

SIE KÖNNEN SICH ALS ÖKONOM ALSO DEN VORTEIL DER HOGAST-MITGLIEDSCHAFT AUSRECHNEN?

Das kann ich. Und ich kann mir auch ausrechnen, dass ich umso mehr profitiere, wenn ich so viel wie möglich über die HOGAST abrechne und die Möglichkeiten, die meine Mitgliedschaft bietet, intensiv nutze. Genau das mache ich im Hotel Neuhintertux.

UNTERSCHEIDET SIE DAS VON ANDEREN MITGLIEDERN?

Das denke ich nicht. Uns allen ist bewusst, dass wir zu unserer Gemeinschaft stehen müssen und uns nicht nur ein paar Rosinen rauspicken können – das ist das Um und Auf in einer Genossenschaft. Zwar wird diese Loyalität von einzelnen Lieferpartnern manchmal auf die Probe gestellt. Aber ich weiß, dass wir sehr loyale Mitglieder haben, deshalb mache ich mir da keine Sorgen.

21. Februar 2019
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