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Parkhotel Graz: Wellness-Oase in der Stadt

Spektrum

Wie behauptet man sich als eigentümergeführtes Stadthotel gegen die großen Ketten? Ganz sicher nicht über den Preis. Stattdessen ist Mag. Philipp Florian, Eigentümer des Parkhotels Graz, überzeugt, dass man Gäste mit hochwertigen Zusatzangeboten anlocken kann. Dazu gehört im Fall seines Hauses auch ein kürzlich erneuerter Wellnessbereich – in einem urbanen Umfeld eher ungewöhnlich. Doch der Jung-Hotelier schwimmt ganz bewusst gegen den Strom.

„Gerade im Low-Budget-Bereich ist alles sehr zweckmäßig gehalten. Es wird vor allem auf den Cashflow am Ende des Jahres geschaut und wie man hier noch was optimieren kann“, sagt Philipp Florian. „Bei uns ist das anders, denn ich bin die vierte Generation der Familie Florian, die das Parkhotel führt, und die fünfte ist mit meiner Tochter auch schon da. Wir denken also langfristig und müssen auch langfristig investieren. Und wir brauchen langfristige Argumente, um zu rechtfertigen, dass wir zwar höhere Preise haben als Kettenhotels, die Gäste aber trotzdem zu uns kommen.“

Zusatzangebot statt Preiskampf

Ein solches Argument ist der Spa-Bereich. „Wir sind mit unseren 400 Quadratmetern Fläche nicht mit einem großen Thermenhotel vergleichbar, aber das muss auch nicht sein. Wir haben großteils Businessgäste mit entsprechend kurzer Verweildauer, die sich auch nur kurz und zu ungewöhnlichen Zeiten – früh am Morgen und spät am Abend – im Wellnessbereich aufhalten. Wir brauchen keine großen Liegeflächen, sondern ein Angebot, das trotz kleinem Zeitfenster nutzbar ist.“

Mag. Philipp Florian, Gastgeber im Parkhotel Graz. – Foto: Parkhotel Graz

Der Parkhotel-Gastgeber geht sogar noch weiter: „Die Frage ist gar nicht, wie viele Gäste den Wellnessbereich nutzen, sondern wie viele deshalb buchen. Die Zahlen gehen auseinander, denn oft reicht es den Leuten, dass sie in die Sauna gehen könnten, wenn sie wollten. Das bloße Vorhandensein eines Bads und einer Sauna wird schon als Qualitätskriterium wahrgenommen.“

Neubau im Traditionshaus

So weit, so gut, doch der Status des Parkhotels als 4*-Superior-Haus und der eigene Qualitätsanspruch haben Philipp Florian veranlasst, den Gästen nicht „irgendeinen“ Wellnessbereich anzubieten, sondern einen hochwertigen. Der Neubau musste „State of the Art“ sein, aber: „Wir durften dabei nicht vergessen, wer wir sind und was unsere Stärken sind. Wir sind ein Traditionshaus, in dem diese Tradition gelebt wird und auch in der Architektur sichtbar ist. Gleichzeitig müssen sich aber auch Traditionshäuser modernisieren. Der neue Wellnessbereich ist ein gelungener Brückenschlag zwischen diesen beiden Polen.“

Mitverantwortlich für den Brückenschlag war das Grazer Architekturbüro Eder, das Philipp Florian von HOGAST-Projektberater Pierre André Maier empfohlen wurde. Von Anfang an stimmte die Chemie zwischen dem Auftraggeber und DI Georg Eder. „Ich habe sehr schnell gemerkt, dass wir in die gleiche Richtung denken und arbeiten“, erinnert sich Florian. Er selbst hat sich zwar bei gestalterischen Fragen immer wieder eingebracht, war aber gleichzeitig für die Argumente und Ideen des Spezialisten, der auch die Bauaufsicht innehatte, offen.

Kritischer HOGAST-Berater

Dritter Teil des Erfolgspuzzles war die HOGAST. „Herr Maier war für mich ein ganz wichtiger Berater. Ich brauchte sein Wissen und seine Kontakte, um das Projekt so richtig in Gang zu bringen. Zunächst hatte ich ja nur eine Vision und den Wunsch, diese Vision umzusetzen. Die Frage war also: Wie gehen wir das an?“ Der HOGAST-Experte hat mit Eder einen Architekten vermittelt, der Erfahrung im Tourismus und vor allem auch mit Nassbereichen hat. Die hat Pierre André Maier aber auch selbst, deshalb hat er sich oft mit guten Ideen zu Wort gemeldet. „Letztlich ist er so wie ich ein sehr kritischer Mensch, der immer ganz genau hinschaut, wie etwas gemacht wird. Das hat mir sehr geholfen.“

Neue Raumaufteilung

Was den Innenbereich der Wellnessanlage betrifft, war Florians einzige Vorgabe eine Verbesserung der Raumaufteilung. „Unabhängig vom Erscheinungsbild war das mein größtes Problem mit dem Altbau. Ein Beispiel ist der Fitnessraum: Der war im letzten Eck, als Trainierender mit Jogginghose musstest du also am Pool, der Sauna und den Duschen vorbei. Der Pool war bei der Neugestaltung letztlich der einzige Fixpunkt, rundherum sind jetzt alle Räumlichkeiten an anderen Orten“, berichtet der Hotelier. In Zahlen gesprochen: Für die Neugestaltung von 400 Quadratmetern wurden 300 Tonnen Schutt bewegt.

Insgesamt hat das Projekt 550.000 Euro gekostet – auch, weil der Eigentümer nicht auf das eine oder andere hochwertige Extra verzichten wollte. „Ob Armaturen, Oberflächen, Duschköpfe oder Waschbecken, da machen Kleinigkeiten oft den Unterschied aus. Und es geht hier um Sachen, die die Gäste auch merken – gerade bei uns, wo Leute genau hinschauen und vergleichen. Denn wenn man in einem Hotel einen gewissen Preis verlangt, steigt natürlich auch die Erwartungshaltung“, weiß Philipp Florian.

„Positiv negative“ Kommentare

Mittlerweile sieht er sich doppelt bestätigt: zum einen durch die vielen positiven Rückmeldungen seit der Eröffnung des neuen Wellnessbereichs im April 2018, zum anderen auch durch negative Kommentare auf Bewertungsplattformen während der dreimonatigen Bauphase. „Dass sich so viele Leute beschwert haben, dass der Wellnessbereich zu ist, war für mich, so absurd es klingen mag, positiv. Denn es hat mir gezeigt, dass die Leute das Hotel tatsächlich auch wegen des Spa-Angebots buchen und dass wir mit der Erneuerung auf dem richtigen Weg sind.“

Auch in Zukunft stehen im Parkhotel spannende Bauvorhaben an. – Foto: Parkhotel Graz/Werner Krug

Das macht Mut für kommende Bauvorhaben, auch wenn man zunächst kleinere Brötchen backen will. „Du kannst noch so viele Projekte im Kopf haben, man muss sie auch vernünftig
finanzieren können und Prioritäten setzen. Deshalb werden wir jetzt mal den Barbereich erneuern. Es wird da genauso wie beim Spa und auch bei allen kommenden Projekten um eine
sukzessive Qualitätsverbesserung gehen.“ HOGAST-Projektberater Pierre André Maier dürfte für den Parkhotel-Chef also auch künftig ein wichtiger Ansprechpartner bleiben …

*** *** ***

PIERRE ANDRÉ MAIER
Projektberater südliches Burgenland,
südliche Steiermark, Kärnten, Osttirol
M: +43 (0)664 8348173
maier@hogast.at

Titelbild: Parkhotel Graz/Werner Krug
4. September 2018
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