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Regionalität wirkt global

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Bei der Klimadebatte stehen Industrie und Verkehr im Fokus. Auf einen noch größeren Klimasünder wird dabei allerdings vergessen: unser Essen. Ja nach Studien sind zwischen 15 und 50 Prozent aller Treibhausgase allein auf die Viehwirtschaft zurückzuführen. Selbst 15 Prozent sind noch immer mehr als der Ausstoß aller Autos, Flugzeuge und Schiffe der Welt zusammen. Dabei gibt es ein einfaches Gegenrezept: Regionalität beim Lebensmitteleinkauf.

Nicht umsonst bedeutet Nachhaltigkeit für viele Konsumenten zunächst Regionalität. Das schlägt sich im privaten Einkauf nieder. Aber auch in der Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung wünscht man sich zunehmend Produkte aus der Region, wirft einen Blick auf die Saisonkarte und akzeptiert zusehends, dass hier nicht jede Obst- und Gemüsesorte ganzjährig verfügbar ist.

8.000 MAL KURZE WEGE

All das ist der perfekte Nährboden für die REGIO-Plattformen der HOGAST-Unternehmensgruppe. 2018 ins Leben gerufen, sind mittlerweile rund 8.000 Bestellungen in Österreich und Süddeutschland über den Online-Marktplatz abgewickelt worden. Das bedeutet 8.000 Mal kurze Transportwege und 8.000 Mal „Frisch auf dem Tisch“. Unsere Mitglieder leisten mit ihren REGIO-Bestellungen aber auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und bewahren Arbeitsplätze in der Landwirtschaft. Die Erzeuger wissen das zu schätzen: Mittlerweile sind auf den REGIO-Plattformen grenzübergreifend über 300 Anbieter präsent.

Damit angesprochen sind bereits einige große Vorteile der regionalen Lebensmittel:

  • Transportwege: Es ist ganz logisch, die Tomate vom Nachbarsfeld verursacht einen geringeren ökologischen Fußabdruck als die Tomate, die aus Argentinien hierher geflogen werden muss. Hinzu kommt, dass die argentinische Tomate meist noch unreif geerntet wird und bei uns künstlich nachreifen muss. Regionale Produkte werden genau zur richtigen Zeit – nämlich dann, wenn sie reif sind – geerntet. Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten.
  • Keine Überproduktion: Die vergleichsweise kleinen Produktionsmengen der heimischen Bauern sind ein Gegentrend zum Effizienzdruck der industrialisierten Landwirtschaft rund um den Globus. Das bedeutet deutlich weniger Wegwerfware und deutlich weniger Umweltbelastung.
  • Ökosoziale Aspekte: Es geht nicht nur um Arbeitsplätze, es geht auch um die Erhaltung unseres Kulturraumes. Landwirte pflegen unsere Landschaft – sie wiederum ist der Hauptgrund dafür, dass Gäste die Alpenregion besuchen und damit ein entscheidender Wirtschaftsmotor.

Für alle Beteiligten im „System REGIO“ ist klar: Regionalität ist kein Etikett, sondern eine Haltung. Der Initiator der Marktplätze und F&B-Bereichsleiter der HOGAST, Walter Hörbinger, hatte von Beginn an eine klare Vorstellung, wen er ansprechen will: „Unsere REGIO-Partner sind einfache Landwirte, Direktvermarkter, die keine allzu großen Mengen produzieren. Zu den Produkten gehören Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Geflügel, Fisch, Molkerei- und Imkerprodukte und auch die vielen Weine, die von unseren Winzern erzeugt werden.“

Um möglichst viele dieser Direktvermarkter zu erreichen, arbeitet die HOGAST-Gruppe mit zahlreichen Interessengemeinschaften in Österreich und Deutschland zusammen. Wir präsentieren diese Partner in unseren Bestellsystemen und freuen uns auf die nächsten 8.000 REGIO-Bestellungen.

QUELLEN:

 

Titelbild: Getty Images
6. September 2021
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