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Willkommen bei den „Simma Five“

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FÜNF GESCHWISTER, DIE GEMEINSAM DIE ELTERLICHEN HOTELS ÜBERNEHMEN – IN VIELEN TOURISMUSBETRIEBEN KANN MAN DAVON NUR TRÄUMEN, IM BREGENZERWALD IST DIE GESCHICHTE DAGEGEN WAHR GEWORDEN. ANNEMARIE, BARBARA, MICHAELA, PETER UND TONE SIMMA LEITEN DAS ADLER UND DAS RÖSSLE IN AU. GEMEINSAM SIND SIE DIE „SIMMA FIVE“. IM PLUS.PUNKT SPRECHEN ANNEMARIE UND MICHAELA DARÜBER, WIE SIE VON DEN TEENAGERN IM „ADLERHORST“ ZUM PERFEKT AUFEINANDER ABGESTIMMTEN UNTERNEHMER-QUINTETT WURDEN.

Es ist wohl eine Mischung aus vielen charakterlichen Gemeinsamkeiten, elterlicher Prägung, zwanglosen Sturm-und-Drang-Jahren und manchem glücklichen Zufall, die Familie Simma zum Paradebeispiel für eine gelungene Betriebsübergabe macht. Nicht zu vergessen die Tradition, denn die Geschichte der Gastgeber-Familie Simma und ihrer beiden Häuser lässt sich bis zum Jahr 1700 zurückverfolgen. „Trotzdem“, betont Annemarie, „haben uns unsere Eltern nie zu etwas gezwungen. Sicher haben sie uns viel von ihrer Philosophie mitgegeben, die Vorstellung von Bodenständigkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit Gästen und auch mit Mitarbeitern. Aber die Entscheidung, diesen beruflichen Weg einzuschlagen, hat jeder für sich getroffen.“

START IM ADLERHORST

Der Weg begann schon in jungen Jahren im heimischen „Adlerhorst“, damals die Kellerbar im Hotel Adler. „Michi und ich waren manchmal unterwegs und haben Bands gehört, die uns gefallen haben. Wir haben dann unsere Eltern gefragt, ob wir die auch bei uns auftreten lassen dürfen, und manchmal haben sie Ja gesagt – das war schon ein großer Vertrauensvorschuss. Wir Mädels haben dann die Bar geschmissen, und die Burschen sind an der Tür gestanden und haben den Eintritt kassiert. Manchmal hatten wir fast das ganze Dorf bei uns“, erinnert sich Annemarie Simma.

DER PAPA ALS TAXLER

Weil die Geschwister damals noch keine Führerscheine hatten, sprang ihr Vater in die Bresche und fuhr die Kinder beim Plakatieren der Veranstaltungen durch die Gegend. Keine ganz neue Rolle, denn schon in seiner eigenen Jugend war Anton Simma sen., damals frisch gebackener VW-Bus-Besitzer, ein begehrter „Taxler“. „Mein Vater hat ähnliche Erfahrungen gesammelt wie wir, dann irgendwann den Betrieb übernommen und seine eigenen Ideen verwirklicht. Das heißt, er hat all das, was wir erlebt haben, auch erlebt. Wahrscheinlich hat er deshalb so viel Verständnis für uns und steht immer hinter uns“, glaubt Michaela, die Jüngste im Fünfer-Gespann.

Annemarie und Michaela Simma gaben dem plus.punkt Einblicke in ihre Familiengeschichte. – Foto: HOGAST/Franz Neumayr

Nach den ersten Versuchen als Event-Veranstalter war auch in puncto Ausbildung rasch erkennbar, dass alle fünf in die elterlichen Fußstapfen treten. Barbara, die Erstgeborene, übernahm gleich nach der Matura die Buchhaltung beider Hotels und hat berufsbegleitend in Innsbruck studiert. Tone und Peter absolvierten Lehren zum Koch bzw. zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten, während Annemarie eine Hotelfachschule besuchte und Michaela die HAK in Bezau. Alle fünf waren zwischendurch in anderen Betrieben im In- und Ausland tätig. Annemarie Simma rückblickend: „Einmal war der eine während der Saison da und hat geholfen, dann wieder der andere. Aber es hat auch da nie Druck von unseren Eltern gegeben, es hat also nie geheißen, wir müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder daheim sein.“

HEIMKEHR NACH DEN WANDERJAHREN

Vielleicht haben sich Papa Anton und Mutter Maria Simma ja auf den besonderen Charme des Bregenzerwaldes verlassen, auf die Vorzüge des sanften Tourismus, auf die Naturverbundenheit ihrer Kinder und auf ihre engen Familienbande. „Obwohl wir ständig gemeinsam arbeiten, verbringen wir auch viel Freizeit miteinander. Wir gehen alle gerne in die Berge, zum Wandern oder Skifahren. Auch die Tierliebe verbindet uns – in unserer Kindheit waren wir immer von Tieren umgeben, noch heute hat Tone zwei Pferde. Wahrscheinlich passen wir von unseren Persönlichkeiten her wirklich gut hierher“, verrät Michaela.

Und tatsächlich: Eines Tages waren die Geschwister wieder vereint und haben beschlossen, die beiden Familienhotels gemeinsam zu führen. 2011 wurde eine Gesellschaft gegründet und dieser Schritt offiziell gemacht. Schon damals – einer der glücklichen Zufälle bei der Betriebsübernahme – war klar, dass alle fünf ihre besonderen Fähigkeiten im Adler und Rössle einbringen können. „Mehr noch“, ergänzt Annemarie schmunzelnd, „jeder arbeitet und entscheidet in seinem Bereich autonom, ohne dass wer anderer reinredet.“

DAS SIND DIE SIMMA FIVE HEUTE:

  • Annemarie Simma: Die Weinliebhaberin ist Restaurantleiterin im Adler und das „Gesicht“ des Hotels. Als ungezwungen-herzliche Gastgeberin ist sie genau in ihrem Element.
  • Barbara Bär-Simma: Sie ist die erste Ansprechperson, wenn es um Buchhaltung und Lohnverrechnung geht, ihr Haupteinsatzort ist das Rössle. Nebenbei ist sie das bestens gebuchte „Hotel Mama“ ihrer Kinder Linus, Marie und Anna Lisa.
  • Michaela Simma: Die begeisterte Sportlerin ist Gastgeberin im Rössle und außerdem ein großes Text-Talent. Websites und Drucksorten der beiden Häuser fallen daher in ihren Verantwortungsbereich.
  • Peter Simma: Er ist der Technik-Fan in der Familie und kennt jede Stromleitung im Adler und Rössle. Damit ist er auch bei großen Projekten als Bauleiter prädestiniert.
  • Tone Simma jun.: Die Speisekarte im Adler ist sehr vielfältig. Verantwortlich dafür ist Koch Tone, der ständig auf der Suche nach neuen Kreationen ist. Der Ausgleich zum Job ist die Arbeit mit seinen Pferden „Darla“ und „Daisy“.

„Jeder von uns hat seine Nische gefunden, also seinen Platz in den Hotels. Das garantiert ein funktionierendes Miteinander“, resümiert Michaela. Der Simma’sche Familienrat muss eigentlich nur bei strategischen Grundsatzentscheidungen tagen, und auch dann meistens nicht lange. „Zum Glück haben wir recht ähnliche Geschmäcker, was äußere Gestaltung und Inneneinrichtung betrifft. Dazu kommen unterschiedliche Interessen: Den Männern ist es nicht gar so wichtig, ob ein Vorhang Karos oder Streifen hat. Dafür ist es uns Mädels egal, ob ein Fernseher 50 oder 55 Zoll hat. Wenn’s dann trotzdem mal zu lange dauert, wird halt abgestimmt – dazu sind wir ja zu fünft“, sagt Annemarie.

BIKER ODER ERHOLUNGSUCHENDER?

Gemeinsam haben die Simma Five das Rössle komplett neu gestaltet. 2015 erhielt das Hotel seinen jugendlich-sportlichen Touch. Michaela, selbst immer für eine Mountainbike-Tour zu haben, ist seitdem die authentische Chefin des Rössle, eines Bike- und Ski-Hotels. Das 300 Meter entfernte Adler entwickelt sich indes zur ersten Adresse für Erholungsuchende – erst 2019 wurde der Wellnessbereich um zwei unterirdische Etagen erweitert. „Wir sprechen damit ganz unterschiedliche Besucher-Typen an. Der Gast im Rössle ist den ganzen Tag unterwegs und braucht abends nur noch ein gutes Essen und ein gepflegtes Ambiente am Zimmer. Der Adler-Gast verbringt mehr Zeit im Hotel, deshalb haben wir dort auch mehr Infrastruktur“, schildert Michaela Simma.

Das Hotel Adler mit dem neu gebauten Wellnessbereich. – Foto: Hotel Adler/Nussbaumer Photography

Die Aktivitäten der jüngeren Vergangenheit haben dafür gesorgt, dass die gegenwärtige Krise die Simma-Betriebe nicht mit voller Wucht getroffen hat. „Jetzt ist sicher nicht der Zeitpunkt für ganz große Investitionen, aber die brauchen wir auch nicht mehr, weil wir zwei schöne Hotels an einem tollen Standort führen und in den vergangenen Jahren eine gute Basis für die Zukunft gelegt haben. Beide Häuser waren bis zum zweiten Lockdown gut gebucht, weil wir auch viele Gäste aus der Schweiz und Vorarlberg hier hatten. Außerdem sind wir generell sehr positive Menschen – diesen Optimismus kann uns auch Corona nicht nehmen“, sagt Adler-Hausherrin Annemarie.

GASTGEBER ZUM ANFASSEN

Mittel- und langfristige Pläne gibt es zumindest schon als Gedankenspiele. Vor allem die Brüder Tone und Peter haben sich als die Visionäre im Familienverbund hervorgetan, auch dabei unterstützt von ihren Eltern. Fix ist aber nur eines: Die Simma Five werden Gastgeber zum Anfassen bleiben. Annemarie Simma: „Wir wollen, dass jeder Besucher nach seinem Aufenthalt weiß, wer wir sind. Wir wollen nahbar sein, die Gäste sollen uns treffen und auch mal ein Glas Wein mit uns trinken können. Sie sollen sich einfach wie zu Hause fühlen. Wenn wir dadurch die Lust wecken, dass Menschen wiederkommen, haben wir unseren Job gut gemacht.“

Titelbild: HOGAST/Franz Neumayr
13. Januar 2021
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